Mein Intuos pro small

Mein Intuos pro small

In den ganzen Jahren in denen ich mich nun schon der Fotografie widme, hat sich natürlich auch so einiges an Equipment angesammelt. Und wenn ich darüber nachdenke, was davon meine Bildbearbeitung am meisten verändert hat, dann ist das mein Wacom Tablet.

Auf jeden Fall es ist dies Grund genug, mal ein paar Zeilen darüber zu schreiben.

Was ist überhaupt ein Grafiktablett?

Ganz vereinfacht gesagt ermöglicht ein Grafiktablett eine alternative Eingabemöglichkeit, wie mit dem Computer gearbeitet werden kann. Anstelle der Maus tritt ein Eingabestift, der auf einer aktiven Fläche des Tablets aufgesetzt wird und damit den Cursor auf dem Bildschirm bewegt. 
Soweit, so unspektakulär...

Interessant wird das Ganze durch die druckempfindliche Spitze des Eingabestifts. Dadurch eröffnen sich in der Bildbearbeitung plötzlich Möglichkeiten die mit der Maus unereichbar gewesen sind. Nicht nur das durch die Natur des Stiftes ein viel genaueres Arbeiten möglich wird, durch die Druckempfindlichkeit der Spitze kann wie mit einem Farbstift auf dem Bild gemalt werden. Möchte ich fein arbeiten, bewege ich den Stift mit wenig Druck, möchte ich einen Effekt stark auf ein Bild auftragen, dann mit mehr Druck.

"Malen" auf den Bildern

In Verbindung mit einem Grafiktablett mutiert der sonst schon tolle Korrekturpinsel in Lightroom zu einem Wunderwerkzeug auf Steroiden. Wo ich den Pinsel früher höchstens sporadisch eingesetzt habe, gehört er Tablet sei Dank zu meinem meistgenutzten Werkzeug innerhalb Lightroom. Praktisch kein Bild verlässt meinen Katalog, ohne das es ein Finishing mit dem Pinsel erhalten hat. Mit den Bildreglern und der Graduationskurve lege ich die gewünschte Bildstimmung fest, dann beginnt das Malen: Ob nun Bildbereiche aufgehellt oder abgedunkelt werden, ob Zähne etwas weisser werden oder die Augen noch den gewünschten Kick erhalten sollen - Der Stift ist dein Freund. 😎

Welches Tablet soll es denn sein?

Auch wenn Wacom wohl so etwas wie der Platzhirsch bei den Grafiktablets ist, es gibt sicher auch Tablets von anderen Herstellern. Da ich persönlich nur Wacom kenne, möchte ich mir hier aber darauf beschränken. 
Als ich vor Jahren mein erstes Grafiktablett gekauft hatte, war ich mir über den Nutzen noch nicht so im Klaren und der Preis war doch eher abschreckend. So begannen meine Anfänge mit einem sehr kleinen Bamboo Tablet, mit dem ich aber ehrlicherweise nie wirklich warm wurde. Zu klein war die Arbeitsfläche und vor allem zu unbequem für mein Empfinden der damals sehr einfach gehaltene Stift des Bamboo.
Nach diesem missglückten Start verging einige Zeit, bis ich es dann doch nochmals wissen wollte und mit Intuos der Grösse M leistete. Damit gingen dann die Aha-Lämpchen an und das Tablet hat seinen festen Platz auf dem Schreibtisch erobert.
Mittlerweile bin ich grössenmässig wieder etwas zurückgegangen, meiner Meinung nach ist das kleine Intuos Tablet für Fotografen die ideale Grösse mit der man sehr vernünftig arbeiten kann. Ausserdem bringt die neue Auflage der Intuos Reihe einige weitere Goodies mit sich, Express-Key Tasten, Multitouch-Gesten und Wireless-Modul, um nur ein paar davon zu nennen.

Insbesonders die Express-Key Tasten lassen sich genial für die eigenen Bedürfnisse konfigurieren und beschleunigen häufige Abläufe erheblich. Aber dazu später mal mehr...